Unser Teamleiterseminar I-200

vom 05. bis 07. Juni 2009 in Göppingen/Schwäbisch Hall
Freitag – Anreisetag Ankunft der Teams in der Jugendherberge. Gemeinsames Abendessen. Einige Teamleiter und Betreuer reisen im Laufe des Abends noch an. Im Gruppenraum findet offizielle Begrüßung durch den Vorstand statt. Es gibt eine kurze Vorstellungsrunde, da immer neue und unbekannte Gesichter dabei sind. Der Vorstand gibt aktuelle Meldungen des Vereins bekannt. Das Sommercamp wird besprochen. Gemeinsamgehen wir auf den hinter der Jugendherberge gelegenen Hügel hinauf. Von hier hat man eine wundervolle Aussicht auf das Schwäbische Schichtstufenland. Auch viele landwirtschaftlich genutzte Flächen sind zu sehen, darunter einige Streuobstwiesen, deren Besuch für den nächsten Tag angedacht sind. Samstag – Besuch der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd Prof. Hans-Martin Haase hielt einen Vortrag über das Konsum- und Einkaufsverhalten. In einem Dokumentarfilm wurde deutlich, wie wichtig Nachhaltigkeit ist. Tierhaltung, Herkunft und Anbauweise von Obst und Gemüse (die Landwirtschaft wirkt genauso stark auf den Treibhauseffekt wie der gesamte Verkehr), Verpackungsproblem, Fahrzeugnutzung (welches Auto fahre ich? Überdenken des eigenen Fahrverhaltens etc.) waren nur einige Punkte, in welche die anschließende Diskussion noch weiter eingegangen ist. Das Mittagessen organisierte Prof. Haase. Da er für die Unterstützung der lokalen Infrastruktur plädiert, hatte er alle Produkte aus der Region besorgt. Zu jedem Produkt bekamen wir noch weitere Informationen: So war das Brot von einem Bäcker, der noch traditionell im Holzofen bäckt und Mehl von einem Müller bezieht, der sich im Nachbarort befindet. Der Tomaten- und Gemüseaufstrich kamen aus dem Bioladen in Schäbisch Gmünd. Diese waren aus kontrolliert biologischen Anbau. Die Rohkost kam vom Markt, wo überwiegend Betriebe aus Schwäbisch Gmünd oder näherer Umgebung ihre Produkte anbieten. Die Milch war von einem demeter-Bauern, der Kaffee mit FairTrade-Siegel, der Apfelsaft aus den Äpfeln von den Streuobstwiesen vor der Ortschaft und das Wasser von einer regionalen Quelle. Und allerspätestens bei den Erdbeeren hat man den Unterschied geschmeckt, dass es nicht nur darauf ankommt regionale Produkte zu beziehen, sondern auch auf saisonale Produkte zu achten. Kleine Dinge auf die wir achten sollten, die eine große Wirkung haben. In erster Linie fühlen uns einfach wohler, weil wir genau wissen, was wir somit zu uns nehmen und tun dadurch etwas für unsere Gesundheit. Aber wir unterstützen auch die Kleinbetriebe in unserer Umgebung und leisten somit wenigstens einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Wir haben somit gelernt bzw. uns „wieder“ klar gemacht, dass wir unser alltägliches Konsumverhalten öfters hinterfragen und damit öfters bewusst einkaufen sollten. Materialien: „Einkaufen mit Köpfchen“ - Einkaufsratgeber, entstanden im Auftrag der PH Schwäbisch Gmünd „Grünes Klassenzimmer“ – Programm auf der Gartenschau Rechberghausen 2009. von der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH Die Theorie sollte bekanntlicherweise immer an einem praktischen Beispiel deutlich gemacht werden. So besuchten wir die Manufaktur von Jörg Geiger in Schlat bei Göppingen. Er führt sein kleines Unternehmen nach dem Motto „Tradition und Innovation“. Z.B.ist die Champagner Bratbirne eine alte Birnenobstsorte, wahrscheinlich sogar eine württembergische Sorte. Schlat hat sich ihren Bestand bewahrt mit Bäumen im Alter von 90 bis 120 Jahren und pflegt diese Sorte durch Neupflanzungen und nachhaltiger Bewirtschaftung. Die Manufaktur verarbeitet die Bratbirne sortenrein zu Birnenschaumwein Weitere Produkte der Firma Geiger werden ausschließlich von regionalen Obstbauern bezogen. Der kleine Familienbetrieb verwertet das Obst direkt und kann seine Produkte im angebauten Laden gleich verkaufen. Das Konzept und die Manufaktur durften wir uns direkt anschauen. Jörg Geiger führt durch seinen kleinen transparenten Betrieb. Viel Handarbeit ist gefragt, auch wenn die Firma mit neuester Technik ausgestattet ist. Wir haben einen sehr interessanten Einblick bekommen. Außerdem kooperiert die Manufaktur mit dem nebenstehenden Restaurant Das Gasthaus Lamm hat sich ebenfalls auf ein regionales Angebot auf ihrer Menükarte spezialisiert. Nun müssen wir in unserer eigenen Heimat mal schauen, welche Betriebe und Firmen ein ähnliches Konzept verfolgen und diese Art von regionaler Zusammenarbeit unterstützen. Links: http://www.manufaktur-joerg-geiger.de/ http://www.lamm-schlat.de/ Sonntag – Abreise Am letzten Tag unseres Teamleitertreffens bleibt meist nicht viel Zeit. Viele haben einen langen Heimweg vor sich und müssen teilweise schon gleich nach dem Frühstück aufbrechen. So wird bis zum Mittag noch einiges Organisatorisches besprochen, man hat die Möglichkeit für Einzelgespräche mit dem Vorstand und die Teams tauschen sich noch aus. Die wenige Zeit, die man an den Tagen zuvor nicht hatte, wird jetzt noch schnell genutzt. Dann heißt es auf ein Wiedersehen beim nächsten Teamleitertreffen im Herbst in Duderstadt!
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