Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.

Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung

Montag
, 25. Juli 2011, kurz vor 6:00 Uhr, der Wecker klingelt. Stimmt, heute geht´s endlich wieder los. Fast ein ganzes Jahr Vorbereitung liegt hinter uns. Also, nichts wie los und ab an die Müritz, zum Sommercamp der Sielmanns Natur-Ranger. 
Um 8:00 Uhr treffen wir uns mit den Teilnehmern der Teams aus Dormagen und Elsdorf. Zwei Kleinbusse stehen uns zur Verfügung. Es erwarten uns zwar einige Stunden Fahrt, aber auch die werden wir schnell hinter uns bringen. 
Es ist 16:00 Uhr, als wir an der Jugendherberge Mirow eintreffen. Zum Abendessen sind alle anderen Teilnehmer auch da. Frechdachse, Ranger und Teamleiter der Teams aus ganz Deutschland nehmen auch dieses Jahr wieder teil. 
An diesem Abend gilt es nun, das Programm der Woche vorzustellen. Dies hat Dirk aus Elsdorf, unsere Campleitung, übernommen. Uns ist es schon jetzt klar, wir sind in einer der schönsten und interessantesten Gegend von Deutschland und uns wird sicherlich eine interessante Woche erwarten. 

Dienstag
- der nächste Morgen. Es ist sonnig. Einige von uns, die im Zelt übernachtet haben, werden vom Vogelgezwitscher geweckt. Der Truppe, die in der Jugendherberge übernachtet hat, kann sich nicht mehr wehren, denn die Betreuer sind gnadenlos – zeitig aufstehen, um den Tag im Müritz Nationalpark zu genießen. 
Nach dem Frühstück werden Gruppen eingeteilt. Die einen werden an diesem Morgen auf Kanufahrt gehen. Eine zweite Gruppe wird in der näheren Umgebung der Jugendherberge die Besonderheiten der Mecklenburgischen Seenplatte entdecken. Die dritte Gruppe wird eine ganztägige Fahrradtour durch den Nationalpark machen. Jede dieser Gruppen hat nach ihrer Rückkehr so viel zu berichten, dass dies jeweilig einen eigenen Bericht wert wäre. 
Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass bereits jetzt schon der Nationalpark das hält, was er verspricht. Unmengen von Pflanzen, Insekten, Vögel etc. konnten bestimmt werden und alle Teilnehmer kamen auf ihre Kosten. 
Für den Nachmittag hat sich die Nationalparkverwaltung angekündigt. In einem sehr interessanten Vortrag wurde den Teilnehmern die Entstehungsgeschichte des Müritz-Nationalparks, aber auch der vielen weiteren Schutzgebiete in Deutschland, Europa und der Welt erklärt. Wer jetzt noch nicht genug hatte, konnte nach dem Abendessen einen besonderen Nachtisch genießen: einen Ansitz bis in die Dunkelheit. Allein die Eindrücke, bei untergehender Sonne die Natur zu beobachten, würde Bände füllen. 
Beim Beobachten von Kranichen, Fischadler, Seeadler, Fledermäuse und vielen mehr ist die Zeit einfach zu schnell vergangen. Schon ein wenig müde vom erlebnisreichen, zweiten Tag kehrte am späten Abend Ruhe in das Camp ein – nicht aber für unsere „Großen“. Sie mussten einfach noch die Erlebnisse des Tages auszutauschen und einige Runden Werwolf zu spielen. 
Na dann mal gute Nacht … 

Wahnsinn – schon Mittwoch. Aufstehen, Frühstücken, Gruppeneinteilen. 
Ok, kennen wir vom Vortag. Jetzt hat jeder die Möglichkeit, in einer anderen Gruppe einen erlebnisreichen Tag zu erleben. 
Durch das System hat auf jeden Fall jeder mal die Möglichkeit, den Nationalpark auf unterschiedlichste Weise mehrfach zu entdecken. 
Damit es aber nicht nur beim Entdecken bleibt, war unser Teamscout Frank Lehmann wieder voll aktiv. Auf unterschiedlichste Weise begeisterte er die Teilnehmer, das erworbene Wissen auch zu behalten. Ob mit Karten oder Spielen, alle Sinne wurden inspiriert, die Woche zu genießen und zu speichern. 
Und ja genau, darauf freut sich jeder Teilnehmer, es gehört einfach zum Camp dazu: das Lagerfeuer. Freundlicher Weise wurde uns nach dem Abendessen die Feuerstelle freigegeben und das Lagerfeuer entfacht. Endlich, es wird dunkel – eine tolle Stimmung entsteht im Scheine des Lagerfeuers. Die Ranger vom Abendansitz kommen zurück und möchte sich gerade dazusetzen … Aus, das Feuer ist aus! 22:00 Uhr – Wasser drüber und schon war es vorbei. Manche Regeln sind einfach komisch. Eigentlich schade, aber wir hatten ja noch das Werwolf-Spiel. Na dann, gute Nacht! 

Donnerstag?
Stimmt! Früh aufstehen, frühstücken, Gruppen einteilen. 
Die dritte Chance mit einer anderen Gruppen den Nationalpark zu erforschen. Wäre da nicht der kleine Wetterumschwung. Die Sonne hat sich doch ein wenig hinter den Wolken versteckt. 
Aber egal, der Tag wird trotzdem schön. Der eine oder andere Betreuer konnte natürlich nicht anders und fuhr zum zweiten oder gar dritten Mal die große Fahrradtour durch den Nationalpark – oder, Peter? Und ich sag euch, keine der Fahrt war langweilig. Jede Fahrt hatte ihre Highlights, auch wenn das erste Erlebnis am Donnerstagvormittag etwa zwei Stunden Fahrt durch den Regen war. Trotzdem haben wir durchgehalten. Bei den Kanuten war es ähnlich. 
Aber ist es nicht egal, ob man durch Regen, durch freundliche Erfrischungsspritzer oder durch Kenterversuche nass wird? Egal, bei den „Wasserratten“ stand neben dem tollen Erlebnis der Natur vom Wasser aus auch der Spaß ganz weit vorne. Ich würde sagen, tolle Aktion. 
Zu den tollen Aktionen gehören aber auch die Volleyball-Turniere. Hier hat sich (fast) keiner drücken können. Wie die Profis stapften Frechdachse, Ranger aber auch Betreuer durch den schweren Sand, um auch den unerreichbarsten Ball noch geschickt ins gegnerische Feld zurück zu schicken. Hut ab, Willy aus der Pfalz hat´s den jungern Hüpfern gezeigt. 
Ganz besonders konnten die Campteilnehmer an diesem Abend ihr können in Bogenschießen und Sperwerfen beweisen. Die Spere, Pfeile und Bogen wurden über den Tag hin selbst geschnitzt. Nun galt es! Fliegen die Teile denn auch weit genug? Bis in die Dunkelheit wurde um die größte Weite gerungen. Das Ergebnis gibt´s morgen. 

Freitag
– Und wieder hieß es früh aufstehen und … 
Nee, irgendwie war es doch anders – die ganze Nacht hatte es geregnet. Ok, wir sind in der Mecklenburgischen Seenplatte, aber musste die sich auf allen Wiesen, Feldern, Wegen und bis zum Zelt ausdehnen? Der Wetterbericht ließ nichts Gutes erahnen. Nun gut, erst mal frühstücken und aufwärmen. Der Tag fiel regelrecht ins Wasser – aber das heißt nicht, dass wir keine Ziele haben. 
Das Ziel am Freitag wurde spontan nach Waren zum „Müritz-Museum“ verlagert. Das Müritzeum ist eine moderne Mischung aus Süßwasser-Aquarium und Museum. Die Ausstellung ist nicht nur zum Anschauen und Staunen, sondern vor allem zum Mitmachen: eine Erlebnisausstellung. Informatives zur Flora und Fauna der einzigartigen Naturlandschaft Mecklenburgische Seenplatte und des Müritz Nationalparks wird erklärt und gezeigt. Vor allem der Spaß und die Freude am Entdecken stehen im Vordergrund. Im Müritzeum kann jeder zum Naturforscher und Naturkundler werden. Also genau das Richtige für uns Sielmanns Natur-Ranger. 
Der geplante Abschlussabend musste selbstverständlich noch vorbereitet werden. Und dafür wurde von vielen Campteilnehmern der Nachmittag genutzt. Aber auch mit basteln, lesen und spielen konnte die Zeit bis zum letzten Highlight des Camps überbrückt werden. 
Nach dem Abendessen war es dann so weit. Campleiter Dirk begrüßte die Teilnehmer mit seiner einzigartigen Fliege und führte geschickt durch den Abend. 
Es begann mit der Verleihung der Medaillen der „Natur-Ranger Olympiade“ von Donnerstag. Selbst geschnitzte Orden wurden überreicht. Im Anschluss begrüßte Dirk ein Duo aus der Pfalz. Die Übersetzung fiel nicht allen leicht. Können die eigentlich wie die Schwaben auch kein Hochdeutsch? ☺ Frank trägt anschließend wieder seinen Rückblick „Sommercamp 2011“ in Reimform vor, ein Höhepunkt, nach dem sich bestimmt die Mainzer-Fastnacht die Finger lecken würde. Und dann war Dalli-Dalli dran. Hier testeten Carsten und Dirk das Wissen und die Schnelligkeit der Ranger und Frechdachse nach der guten alten Manier von Dalli-Dalli – ich sag’s euch, das war spitze! 
Nachmittags ausgedacht und abends schon auf der Showbühne, das Ranger-Musical. Ich erinnere nur an „hei, hei, heitetei – Fischadler in the Sky …“ Den Abschluss brachte uns der Frechdachs-Chor. Mensch, das war wieder ein toller Abend. 
An diesem Abend kam keiner so schnell zur Ruhe. Trotzdem - Gute Nacht! 

Samstag
– 74 Teilnehmer, 6 Tage im Müritz Nationalpark. 
Schade, schon wieder vorbei. Alle Teams machen sich auf die Heimreise. Im Gepäck haben wir wieder tolle Erinnerungen, haben viele neue Tier- und Pflanzenarten kennengelernt und sicherlich wieder viele neue Freunde gefunden. 
Tschüss, bis zum nächsten mal … … und Danke an das Vorbereitungsteam und den Vorstand, die durch die Organisation und die finanzielle Unterstützung diese einmalige Woche erst ermöglicht haben.










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