Amphibienschutz in Dormagen

Seit 1990 betreuen die Ranger aus Dormagen das Gebiet in Dormagen-Delhoven. Hier kommen die Erdkröten aus dem Chorbusch und wandern zum nahegelegen Regenrückhaltebecken. Auf ihrem Wanderweg liegt die stark befahrene L280.
Jedes Jahr werden hier bis zu 1000 Kröten vor dem sicheren Reifentod bewahrt. Der Bestand hat in den letzten Jahren abgenommen. In manchen Jahren wandern nur rund 500 Erdkröten. Der Zaun steht bis zu 10 Wochen. Unterstützt wird das Team Dormagen vom Umweltteam der Stadt Dormagen.






Die Erdkröte (bufo bufo)

Merkmale: Sie sind etwa 12 cm groß, wirkt sehr plump und besiedelt fast alle Gegenden in Europa. Gefunden wurde sie in bis zu 200 Höhenmeter. Tagsüber verbuddelt sie sich gerne in Erdhöhlen oder sucht Schutz unter Steinen und Blättern. Die Erdkröte überwintert meist in Wäldern, aus denen sie dann zu hunderten im zeitigen Frühjahr zu ihrem Laichgewässer wandern. Leider wird in der heutigen verbauten Landschaft ihr Wanderweg von stark befahrenen Straßen gekreuzt. Nur mit Hilfe von Schutzzäunen oder Krötentunnel kann man den Bestand schützen.  

Die Wanderung: Die Erdkröte überwintert in ihrem Erdloch die eisigen Monate und kommt dann ab Februar (wenn die Temperaturen die 10°C-Marke erreichen) aus ihrem Versteck und begibt sich direkt auf die Wanderschaft zum Laichgewässer. Sobald aber die Temperaturen wieder rapide sinken und die Kröte so nicht mehr an der "Luft" bleiben kann, begibt sie sich wieder unter die schützende Erdschicht. Bei Temperaturen über 10°C und regnerischem Wetter beginnt dann eine wahre Massenwanderung.

Paarung: Krötenmännchen und Krötenweibchen finden ihren Partner schon häufig während dieser Wanderung. Die "armen Weibchen" tragen ihren Partner den ganzen Weg zum Laichgewässer. Die Erdkröten kehren immer zum gleichen Gewässer zurück, wo sie auch geschlüpft sind. Sind die Buffos nun endlich an ihrem Ziel angekommen, tummeln sie sich erst mal im kühlen Nass. Die Kröten, die noch keinen Partner gefunden haben, finden hier meist den richtigen. Sie vollziehen nun einen Liebesakt, wobei das Männchen immer auf der Krötin sitzen bleibt. Nach der Paarung legt das Weibchen ca. fünf Meter lange Laichschnüre im Wasser ab.

Von der Kaulquappe zur Kröte: Es dauert dann nicht lange und aus den Eiern schlüpfen viele kleine Kaulquappen. Die kleinen Wassertiere werden nach und nach immer mehr zu Amphibien; nach gut zwei Monaten kriechen die kleinen Kröten aus dem Tümpel, beginnen ihr Krötendasein und wandern zu ihrem Sommer- und danach zu ihrem Winterquartier.



X