Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.
Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung
Aktuelles aus dem Team Freiburg
Putzaktion im Dezember 2011
Im Dezember hielten unsere Ranger Frühjahrsputz ab. Frühjahrsputz? Im Dezember? Ja, genau, großes Saubermachen in den Nistkästen am Neunaugenbach. Zusammen mit einem Mitarbeiter Garten- & Tiefbauamts Freiburg haben wir uns durch das Gestrüpp am Neunaugenbach zu unseren Nistkästen durchgeschlagen. Die kalte Jahreszeit, in der die Bewohner der Nistkästen ausgeflogen sind, nutzen wir dann, um die Kästen sauber zu machen. Für jeden Nistkasten wurde notiert was wir darin fanden. In manchen Kästen war gar nichts zu finden, in anderen das Nest einer Meise und in zweien sogar Haare. „Ein Vogel mit Fell?“, fragten wir uns. Nein, eher eine Maus die es sich in die Nistkästen gemütlich gemacht hatte. Egal was in den Kästen zu finden war, mit Handschuhen, Mundschutz und Spatel haben wir die Nisthilfen sauber gemacht und wieder an die Bäume gehängt. Nun hoffen wir, dass sich unsere Mühen bezahlt machen und im nächsten Jahr viele Vögel in den Nistkästen ihre Jungen großziehen.
Herbst - Die Jahreszeit der bunten Blätter
Nachdem unsere Ranger-Treffen länger pausieren mussten startete das Freiburger Team hochmotiviert und mit neuen Rangern in den Herbst. Nach einer Filmvorführung der Reihe „Expedition ins Tierreich - Wilde Heimat, Deutschlands Tiere in den vier Jahreszeiten“ wollten wir uns mit den Jahreszeiten - und natürlich dem Herbst beschäftigen. Wieso werfen Bäume ihre Blätter ab? Weshalb sammelt das Eichhörnchen Nüsse? Was hat das Eichhörnchen mit dem Eichelhäher gemein? Welche Vögel bleiben im Herbst und Winter noch bei uns? All diesen Fragen gingen wir während unserer Treffen im Rieselfeld und dem angrenzenden Wald nach. Zum Abschluss wollen wir gemeinsam mit den Bachpaten Freiburg noch die Nistkästen reinigen, die wir vor 3 Jahren aufgehängt haben.
Frühjahr/Sommer 2011
Auch das Freiburger Team beschäftigte sich mit dem Lebensraum Wiese. Schon Anfang des Jahres hatten wir uns in den Streuobstwiesen des Rieselfeldes und dem Vogel des Jahres auf das Bundesprojekt eingestimmt. Dann wollten wir jedoch selbst aktiv werden! Auf einem Rasen vor der Clara-Grunwald Grundschule, unserem Treffpunkt, haben wir gemeinsam ein kleines Stück Wiese angelegt. Mit Spaten, Schaufel und Saatgut machten wir uns ans Werk. Und nach einigen Wochen konnten die ersten Wiesenblumen bestaunt werden. Die Fragen nach dem Unterschied zwischen Wiese und Rasen konnten wir an unserer eigenen kleinen Blumenwiese beantworten, und auch die typischen Pflanzen einer Mähwiese konnten wir so anschaulich kennenlernen. Aber unsere kleine Blumenwiese ist noch jung, und erst in den nächsten Jahren wird sich ihre volle Schönheit zeigen. Mit Spielen rund um die Themen Wiese, Weide, Wiesenpflanzen, Wiese als Lebensraum und Biodiversität verkürzten wir die Wartezeit, bis unsere kleine Blumenwiese zu blühen begann. Nach einer längeren Pause im Spätsommer/ Herbst wollen wir uns im neuen Schuljahr mit neuen Rangern die Jahreszeiten vorknöpfen.
Der Vogel des Jahres und das Bundesprojekt
Nachdem wir mit unseren Baumbüchern das Thema Wald erstmal abgeschlossen haben konnten wir uns zum Jahreswechsel einem ganz neuen Themenfeld widmen - der Wiese.
Mit Blick auf das kommende Bundesprojekt „Lebensraum Wiese“ der Sielmanns Natur-Ranger bot sich der Vogel des Jahres als Einstieg in dieses Thema an. Stellvertretend für die vielfältigen Pflanzen- und Tierarten die an den Lebensraum Streuobstwiese gebunden sind, wurde für das Jahr 2011 der Gartenrotschwanz vom NABU als Vogel des Jahres ausgewählt.
Da die Freiburger Natur-Ranger das Glück haben, eben diesen Lebensraum im angrenzenden Naturschutzgebiet vorzufinden machten wir uns natürlich dort hin auf und versuchten die vielfältigen Beziehungen im Lebensraum des kleines Vogels zu ergründen.
Vom Zugverhalten, Klimawandel, Nahrungsnetzen bis hin zu ökologisch bewusstem Einkaufen gab es viele Dinge zu beachten. Bei unserem nächsten Treffen wollten wir daher noch näher auf unser tägliches Konsumverhalten eingehen. Wir betrachteten daher spielerisch dessen Einfluss auf die uns umgebende Natur.
Beim Gartenrotschwanz und seinen Streuobstwiesen stellt sich die Frage: Billigsaft aus Konzentrat vom Discounter oder Apfeldirektsaft von der Streuobstwiese? Beispiele wie Banane, Kakao, Getreide oder Fleisch zeigten uns hier die weitreichenden Folgen unseres Verhaltens. Auch unser Besuch im städtischen Mundenhof stand ganz in Zeichen der Nutzung von Natur. Anhand der vielen Haustierrassen denen wir dort hautnah begegnen konnten machten wir uns die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten unserer Nutztiere von der Biene bis hin zur Kuh deutlich.
Nach diesem Exkurs möchten wir für die nächsten Treffen wieder direkt zum Lebensraum Wiese zurückkehren.
Die Wintermonate in Freiburg
Unser Hauptaugenmerk im Herbst und Winter lag auf dem Wald und seinen Bewohnern. Um mit den wichtigsten Baumarten unseres Waldes auf Tuchfühlung zu gehen bauten wir uns zunächst sogenannte Baumbücher.
Jedes Buch, eine selbstgeschreinerte Holzkiste, wird mit Blättern, Zweigen, Rindenstücken und Früchten einer Baumart gefüllt und erhält im kommenden Frühjahr noch einen Buchrücken aus dem jeweiligen Holz des Baumes. Ein genauerer Bericht über unsere Baumbücher folgt dann nach ihrer Fertigstellung.
Im Dezember waren wir dann hauptsächlich draußen in der Natur unterwegs. Es galt schließlich im Selbstversuch und auf spielerische Weise die Überlebensstrategien der Waldbewohner zu untersuchen.
Mit dem Wissen um die Gewohnheiten und Lebensweisen der heimischen Fauna können wir auch in den kommenden Wintermonaten weiterhin draußen in der Natur sein ohne die Bewohner des Waldes zu stören.
April bis Juni 2010
Da sich unsere Gruppe in der Nähe des vogelartenreichen Naturschutzgebiets Rieselfeld trifft, widmeten wir uns im April dem Thema Vögel. Zunächst ging es mit Fernglas und selbstgestaltetem Bestimmungsbogen auf Beobachtungstour, um die heimischen Vögel kennenzulernen. Die wichtigsten Merkmale der häufigsten Vogelarten waren so schnell erlernt und halfen uns im Rahmen der vom Nabu veranstalteten „Stunde der Gartenvögel“ weiter. Unserer Kreativität konnten wir hier bei einem Bastelwettbewerb freien Lauf lassen, bei dem es um die Gestaltung eines möglichst schrägen Vogels ging. Neben den äußeren Merkmalen lag unser Augenmerk aber auch auf der Lebensweise der Vögel in ihrer Umwelt. So konnten die Frechdachse spielerisch mit Werkzeugen als Schnabelersatz am eigenen Leib erfahren, wie vielfältig die Anpassung der Schnabelform an die Nahrung ist. Auch Nahrungssuche und Nestbau haben wir genauer unter die Lupe genommen und uns selbst im Nestbau versucht. In einem unserer nächsten Treffen galt es dann einen Kriminalfall zu lösen, bei dem es darum ging, den Lebensraum eines vermissten Buchfinken nach Spuren und Hinweisen zu durchsuchen. In bester Sherlock Holmes-Manier lösten die Frechdachse den Fall und bewiesen ihre Beobachtungsgabe. Nachdem wir uns nun lange Zeit mit Vögeln beschäftigt hatten, machten wir uns daran ein Logo für unser Team zu entwerfen. Mit Büchern, Stiften und viel Spaß ging es ans Werk. Die Frechdachse entschieden sich für den Neuntöter als unser Logotier, da im Freiburger Rieselfeld einige Paare dieses hübschen Vogels zu Hause sind. In den kommenden Treffen der Freiburger Natur-Ranger werden wir uns mit dem Wald beschäftigen. Denn wie wir aus der Zeitung erfahren hatten, ist der Bau eines neuen Sportgeländes geplant. Hierzu muss ein nahes Waldstück entfernt werden. Mit den Frechdachsen wollen wir dieses Stück Wald nun in nächster Zeit begleiten. Der erste Schritt war hier das Kennenlernen der typischen Baum- und Tierarten unseres Waldstückes. Schließlich werden all diese Arten dem Bauprojekt weichen müssen.
Juli bis September 2009
Nachdem uns im letzten Quartal Frank Lehmann besucht hat, haben wir die Zeit vor den Sommerferien dazu genutzt, unsere eigene Tier- und Pflanzenkartei über das Gebiet rund um die Clara-Grunwald-Schule anzulegen. Dazu sind wir bei jedem unserer Treffen mit eigenen Fotokameras hinaus gegangen und haben die Natur am Wasser, auf der Wiese und im Wald fotografiert. Anschließend haben wir im Klassenzimmer die gefundenen Tiere und Pflanzen mit Büchern bestimmt, die Fotos ausgedruckt und beschriftet und die Bestimmungskarten zum Schluss einlaminiert. Im Wald haben wir außerdem immer auch Blätter gesammelt und gepresst. Daraus entsteht jetzt unser Blattmemorie. Jedes Treffen haben wir auch immer Spiele gespielt. Besonders beliebt sind mittlerweile die Spiele “Tierpantomime”, bei dem sich die Kinder in Gruppen ein Tier ausdenken und es vor den anderen pantomimisch vorstellen und das “Eulen und Krähen”-Spiel.
Was war los von Oktober bis Dezember 2009...
In den letzten Monaten des Jahres haben wir uns ausführlich mit verschiedenen Wildtieren befasst, die in Deutschland leben oder vielleicht bald wieder heimisch werden.Wir haben gelernt, dass es in Deutschland auch wieder Wölfe gibt und auch die Bären nicht weit von uns entfernt leben. Besonders zum Thema Luchs haben wir viel gemacht, da es immer wieder Meldungen gibt, dass im Schwarzwald Luchse auftauchen. So haben wir zusammen einen Steckbrief zum Luchs erstellt, den wir mit vielen Fotos verschönert haben. Bei einem Treffen sind wir zu unserer jährlichen Nistkastenreinigung losgezogen. In fast jedem Kasten haben wir auch tatsächlich ein Nest gefunden. Den Vögeln scheinen die neuen Wohnungen gut zu gefallen. Meistens waren die Nester von Kohlmeisen. Auch Teile von einem Wespennest haben wir entdeckt. Da das Wetter nicht immer so besonders schön war, haben wir bei einigen Treffen auch immer wieder verschiedene Dinge gebastelt. Besonders vor Weihnachten sind dabei lustige Engel und Wichtel aus Zapfen, Federn und ähnlichem Naturmaterialien entstanden.
Habt Ihr Lust bekommen unser Team zu unterstützen? Dann meldet Euch doch einfach. Wir stehen Euch gerne bei allen Fragen zur Verfügung!
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