Fledermausschutz

Projektziel:
Herrichten eines alten Bunkers zum Winterquartier und dessen Kontrolle

Zielgruppen: Allgemeine Bevölkerung, Schulklassen, Kindergärten
Ein besonderer Dank geht an den Fledermausexperten Herrn Bernd Pannbacker aus Schortens der uns bei der Einrichtung des Bunkers sehr unterstützt hat. Informationen über Fledermäuse erteilt er unter der Telefonnummer 04461 / 89 14 52.








Waldlandschaften, wie sie Fledermäuse mögen:
  • naturnaher Mischwald mit Alt- und Todholz und vielen Höhlenbäumen (Sommer- quartiere Wochenstuben in Bäumen, Insekten)
  • abwechslungsreiche Kraut- und Strauchschicht (Insekten)
  • offener Waldboden (Insekten)
  • strukturreiche Lichtungen und Waldsäume (Insekten, Flugschneisen)
  • Gewässer im Wald (Insekten)
  • Hütten, Hochsitze, spaltenreiche Brücken (Sommerquartiere, Hangplätze in und   Gebäuden)
  • Holzstapel (Hangplätze, Verstecke)
  • Höhlen, Stollen, Felsspalten (Winter-, Sommerquartiere)

Siedlungsräume, wie sie Fledermäuse mögen:
  • alte und neue Gebäude mit Einflugmöglichkeiten und Verstecken (Sommerquartiere, Wochenstuben und Winterquartiere in Gebäuden)
  • "verwilderte" Gartenecken und Gärten ohne Spritzmittel (Insekten)
  • Baumreihen und Hecken von der Siedlung zum Wald oder Feuchtgebiet u.a. (Insekten, Flugschneisen, Vernetzung von Jagdwaldgebieten)
  • Feldgehölze und Gehölzstreifen zwischen den Äckern (Insekten, Sommerquartiere, Wochenstuben und auch Winterquartiere in Bäumen)
  • blütenreiche breite Ackerrandstreifen und Wegraine (Insekten)
  • zugängliche natürliche Höhlen, alte Eiskeller, Bergwerkstollen (Winter-, Sommerquartiere)
  • Dorfweiher, Teiche, Bäche, Flüsse (Insekten)
  • Feldscheunen in der freien Landschaft (Sommerquartier und Wochenstuben in  Gebäuden)

Fledermäuse in Niedersachsen
 
Wenn es dämmert, kommt die Stunde der Fledermäuse: Im letzten Dämmerlicht können gegen den Abendhimmel, an alten Bäumen, in Alleen, über Wasserflächen oder im hellen Umfeld der Straßenbeleuchtung, Fledermäuse öfter beobachtet werden, als man meint. Eine Verwechselung mit Vögeln ist kaum möglich: Zu charakteristisch ist der gaukelnde, flatterhafte Flug in immer wiederkehrenden Flugbahnen. Daher auch der Name: "Fleder..." kommt von flattern.

Seit 1936 sind Fledermäuse geschützt. Man sah sie als nützliche Insektenvertilger an, ansonsten galten sie als unheimlich, hässlich, ja sogar vampirhaft. Meist wurden Fledermäuse jedoch einfach nicht berücksichtigt. Kein Wunder, dass Fledermäuse in aller Stille immer seltener wurden.

Erst vor 25 Jahren begannen Naturschützer in Niedersachsen mit aktiven Schutzmaßnahmen: Sie schützten z.B. Winterquartiere vor Störungen, berieten Hausbesitzer bei Bauabnahmen und machten "Reklame" für Fledermäuse. So begann eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Nicht nur die Bestände einiger Fledermausarten erholten sich langsam. Das Ansehen aller Fledermausarten verkehrte sich ins Gegenteil: Heute haben Fledermäuse eine stetig wachsende Fan- Gemeinde! Auf der Liste unserer heimischen Fledermäuse stehen 18 Arten von A wie Abendsegler bis Z wie Zwergfledermaus. Ein großer Teil dieser Arten ist heute immer noch stark gefährdet.

Helfen Sie deshalb mit, dass die Erfolgsgeschichte für alle Fledermausarten weiter geht!


Folgende Fledermausarten kommen in Niedersachsen vor:

-    Bechsteinfledermaus*
-    Breitflügelfledermaus            
-    Graues Langohr
-    Große Bartfledermaus 
-    Kleiner Abendsegler*   
-    Kleine Hufeisennase*
-    Mückenfledermaus
-    Rauhautfledermaus*
-    Wasserfledermaus*
-    Zwergfledermaus               
-    Braunes Langohr*
-    Fransenfledermaus
-    Großer Abendsegler*
-    Großes Mausohr
-    Kleine Bartfledermaus
-    Mopsfledermaus
-    Nordfledermaus
-    Teichfledermaus
-    Zweifarbfledermaus
-    Waldfledermäuse

* in Niedersachsen ausgestorben 
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