Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.
Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung
"Die Kinder von heute sind die Naturschützer von morgen!“ – wo kommen die Ranger her?
1983 gründete die Zeitschrift Ein Herz für Tiere und der World Wildelife Fund for Nature (WWF) Deutschland eine gemeinsame Jugendnaturschutzorganisation, den Panda-Club e.V. Kinder jeden Alters sollten sich vor Ort für den Schutz der Natur einsetzen, unterstützt durch den WWF und die Ein Herz für Tiere-Redaktion.Das Logo setzte sich aus dem Symbol der Zeitschrift Ein Herz für Tiere und dem großen Panda des WWF zusammen. Schnell wuchs der Panda-Club auf über 3.000 Mitglieder. Im Frühjahr 1984 fand im Frankfurter Palmengarten das erste Treffen der neuen Gruppenleiter statt, schon damals mit dabei Heinz Kissling aus Frankfurt, Dirk Schotten aus Dormagen (heute Elsdorf und Vorstandsvorsitzender) und Tim Schmitz aus St. Wendel.
Ziel war es, Kindern und Jugendlichen selbst die Möglichkeit zu geben, sich ohne Bevormundung von Erwachsenen mit Spass und Phantasie für die Natur vor ihrer Haustür einzusetzen. Die Tatsache, dass Jugendliche wie Carsten Müller, Dirk Schotten oder Tim Schmitz mit 15, 16 oder sogar 12 Jahren eine Naturschutzgruppe gründeten, war erwünscht und Teil der besonderen Philosophie. Natürlich wurden Gruppen auch von erfahrenen Erwachsenen geführt. Die Kinder und Jugendlichen konnten aber in allen Gruppen selbst mitentscheiden, für welche Projekte man sich vor Ort einsetzte. Vorgaben gab es nicht. Ostern 1987 fand eines der ersten bundesweiten Zeltlager in St. Wendel statt.
Einige Jahre später zog sich die Zeitschrift Ein Herz für Tiere weitgehend aus der Verwaltung des Panda-Clubs zurück, unterstütze den Verein aber weiterhin in Ihrer Zeitschrift. Der WWF wurde alleinverantwortlich, und die Mitglieder der Panda-Clubs wurden unter der neuen Bezeichnung Panda-Ranger die offizielle Jugendorganisation des WWF Deutschland.
Das neue Logo zeigte nun nur noch den etwas modernisierten Panda des WWF. Die Wahl fiel deshalb auf Ranger, weil man so in den USA schon länger staatlich angestellte Aufseher in den Nationalparks nannte. Durch beliebte Serien wie Lassie und Flipper waren diese Ranger und ihre Aufgaben jedem Kind ein Begriff. Tatsächlich ist es Aufgabe der Park-Ranger die Natur in ihrem Schutzgebiet durch Kontrollen und Maßnahmen zu schützen, aber auch der Bevölkerung und gerade Kindern und Jugendlichen die Natur durch Führungen nahe zu bringen. Auch in Deutschland wurden in den neu gegründeten Nationalparks Ranger eingestellt. Dieses Berufsbild entsprach somit ziemlich genau der Zielrichtung der Panda-Ranger. Mit der Besonderheit, dass hier Kinder und Jugendliche selbst für kleine Biotope vor Ort Verantwortung übernahmen und sich für deren Schutz einsetzten. Hans Martin Haase wurde vom WWF als Koordinator der Jugendarbeit eingestellt und übernahm fortan die fachliche und organisatorische Unterstützung der Teams.Ein Problem bestand aber darin, dass der WWF dieses Engagement nicht zu einer flächendeckenden Jugendorganisation ausdehnen wollte - die Teamzahl der Panda-Ranger war auf 25 begrenzt. Die Arbeit der Panda-Ranger war als exemplarisches Engagement von Kindern und Jugendlichen für die Natur gedacht. Gerade in einer Zeit, in der das Umweltbewusstsein der Bevölkerung stark wuchs, wurde keinerlei Werbung gemacht und der Weg zu einer sehr viel größeren Organisation war versperrt. Die Panda-Ranger engagierten sich in vielen, preisgekrönten Projekten und gehörten jährlich bei der Aktion Jugend schützt Natur regelmäßig zu den Preisträgern. 1994 lernte Tim Schmitz bei der Preisverleihung in Bremen, Professor Heinz Sielmann persönlich kennen. Der bekannte Tierfilmer, dessen Filme jeder aus der Schule oder dem Fernsehen kannte, war seit langem für den WWF engagiert und gehörte zum Preiskuratorium. In diesem Jahr gründete Professor Heinz Sielmann zusammen mit seiner Frau Inge die Heinz Sielmann Stiftung.
1996 entschied dann der WWF sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren: die national und international ausgerichteten Großprojekte für bestimmte Tierarten und Schutzgebiete. Anders wie zum Beispiel beim WWF Schweiz oder in den Niederlanden bedeutete dass aber das Aus für die etablierte Jugendarbeit und somit auch für die Panda-Ranger.
Die verbliebenen Teams gründeten daher im November 1996 einen eigenständigen Verein, die Natur-Ranger Deutschland e.V. Wir blieben damit unserem Namen treu, folgerichtig ergänzt um den Begriff Natur. Auch im Logo sollte sich die eigenständige Zielsetzung unter Bewahrung der Vergangenheit widerspiegeln, der Pandabär wurde durch den ebenfalls schwarz-weiß gezeichneten einheimischen Dachs ersetzt. Zum Vorstandsvorsitzenden wurde Dr. Tim Schmitz gewählt, zum Kassenwart Dirk Schotten, also zwei Ranger, die seit ihrer Jugend der Organisation angehörten. Hans Martin Haase wurde zum Ehrenmitglied gewählt. Um die erfolgreiche Arbeit unverändert fortsetzen zu können, musste ein Sponsor gefunden werden. Dies gelang auch zunächst mit dem Waschbär-Versand. Doch die finanziellen Möglichkeiten dieser Partnerschaft waren eng begrenzt, in dieser sehr schwierigen Zeit ging die Zahl der aktiven Teams auf 12 zurück. Die Verwaltung und organisatorische Unterstützung übernahm Frank Baldus vom Team Wuppertal.1997 wandte sich der Vorstandsvorsitzende der Natur-Ranger, Dr. Tim Schmitz, an die Heinz Sielmann Stiftung, deren Ziel es ist, Kinder und Jugendliche für den Schutz der Natur zu sensibilisieren, mit dem Vorschlag, die Natur-Ranger als Jugendorganisation der Stiftung zu etablieren. Beide Konzepte ergänzten sich ideal.
Am 4. Juni 1998 wurden daraufhin die Natur-Ranger als Sielmanns Natur-Ranger Deutschland e.V. und offizielle Jugendorganisation der Heinz Sielmann Stiftung neu gegründet. Das Logo wurde unter Beibehaltung des Dachses etwas verändert. Damit schloss sich ein Kreis. Wir, die als Kinder und Jugendliche durch die Filme Heinz Sielmanns für die Schönheit und den Schutz der Natur begeistert wurden, durften nun dessen Lebensmaxime "Naturschutz als positive Lebensphilosophie" an neue Generationen weitervermitteln. Als Teil der Heinz Sielmann Stiftung haben wir ein Zuhause gefunden. Wir dürfen durch unseren Einsatz mit dazu beitragen, das Lebenswerk von Heinz und Inge Sielmann fortzusetzen.Ideen, Fragen, Anregungen
Habt ihr Ideen, Fragen und Anregungen zu unseren Projekten oder zum Verein der Sielmanns Natur-Ranger?
Dann schreibt uns über das Kontaktformular eine Mail. Wir stehen Euch gerne bei allen Anfragen zur Verfügung!
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