Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.
Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung
Wintermüdigkeit
Am Besten haben es sicherlich die Vögel. Die machen nämlich Urlaub im Süden und suchen sich ein warmes Plätzchen. Dort warten sie unseren kalten Winter ab und lassen es sich gutgehen!
Doch nicht alle Tiere können einfach so auf und davon…
Einige lassen sich ein dickes Fell wachsen und stapfen munter durch die winterliche Kälte. Andere ziehen sich lieber zurück, machen es sich gemütlich und halten ein Nickerchen.
Diese verstecken sich gern in Höhlen, Baumstämmen oder anderen Ecken, wo es schön ruhig ist. Dort schlummern sie relativ tief und fest. Sie bewegen sich kaum, senken ihre Körpertemperatur auf ein Minimum und ihr Herzschlag wird langsamer. Dadurch verbrauchen sie wesentlich weniger Energie.
Der Igel z.B. atmet normalerweise 50 Atemzüge pro Minute, während seines Winterschlafs sind es nur noch ein bis zwei Mal pro Minute. Das Herz eines Igels schlägt im Normalzustand 200 Mal pro Minute, während des Winterschlafs dann nur noch fünf Mal pro Minute.
Wenn Winterschläfer während ihres Schlafes aufwachen,steigt natürlich auch ihr Energieverbrauch und sie werden dadurch hungrig. Wenn sie sich dann auf die Suche nach Nahrung machen, um den Hunger zu stillen, so finden sie aber im Winter nichts. Deswegen ist es wichtig, dass wir sie nicht stören!
Neben Igeln halten z.B. noch Fledermäuse und Siebenschläfer Winterschlaf.
Aber nicht alle Tiere halten Winterschlaf.
Es gibt Tiere wie Maulwurf, Waschbär, Eichhörnchen und unser Logotier, der Dachs, die Winterruhe halten. Im Vergleich zum Winterschlaf, wachen Tiere währen sie Winterruhe halten gelegentlich auf und suchen Nahrung, die sie sich wie z.B. das Eichhörnchen vorher als Vorrat versteckt haben. Und ihre Körpertemperatur senken sie nicht so stark herab wie die Winterschläfer.
Dann gibt es noch die Winterstarre. Wenn es kalt wird, erstarren die Körper dieser Tiere. Da wären Fische, Eidechsen, Schildkröten und Frösche. Die letzteren graben sich im Winter in Schlamm ein oder kriechen in schmale Gänge, da es dort nur selten friert. Insekten fallen auch in Winterstarre. Sie verstecken sich vorher im Holz und in kleine Ritzen. Sie haben eine Art „Frostschutzmittel“ im Körper, der dafür sorgt, dass ihre Körperflüssigkeit nie gefriert, auch bei Minusgraden nicht.
Der Frühling wirkt dann wie ein Weckruf für alle, egal auf welche Art die Tiere den Winter verbracht haben. Bald ist es wieder soweit und die Tiere finden frisches Grün. Dann kreucht und fleucht es wieder überall. Aber bis dahin wünschen wir allen noch einen erholsamen Winter!
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