Die kleinste unter den fliegenden Mäuse

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"Pipistrellus" sagt doch schon alles! Klein ist sie, ja. Lange Zeit galt sie sogar als die kleinste unter den Fledermäusen. 
Die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)

Sie ist mit die meitverbreitete Fledermausart in ganz Europa. Es gibt viele Fledermausarten, doch woran erkennen wir die Zwerfledermaus? Ja, dass sie klein ist hatten wir schon. Sie hat eine Körpergröße von 4,5 cm, also Streichholzschachtelgröße. Und mit ausgebreiteten Ärmchen hat sie sogar eine Spannbreite von 25 cm.  Das Körpergewicht von etwa 5 gramm könnte man mit einem oder zwei Stück Würfelzucker vergleichen.
Das Fell ist rotbraun bis dunkelbraun gefärbt, die Unterseite ist ein wenig heller und gelbbraun bis graubraun. Die Ohrdeckel sind dreieckig und sie haben Stecknadelkopfgroße Augen. 
 
Wo man sie antreffen kann? Meist gleich vor der Haustür ;) Die Zwergfledermaus mag es "häuslich"! Sie schlüpft gern in enge Spalten von Bretterverschalungen am Haus, auf Dachböden und auch gern in schmale Fledermauskästen. Im Winter suchen sie sich Keller und Felsspalten, da diese mehr vor Frost geschützt sind. 

Ab April haben sich die Zwergfledermaus-Weibchen in so genannten "Wochenstuben" zusammengefunden. Hier leben sie in einer Kolonie und bringen ihre Jungen zur Welt, meist sind es sogar Zwillingsgeburten. Die Paarung hatte bereits im letzten Winter stattgefunden, kurz bevor die Fledermäuse sich im September zu ihrem Winterschlaf zurückziehen. Das Weibchen speichert etwa sieben bis acht Monate die Samen und lässt es erst dann zur eigentlich Befruchtung kommen. Die Jungen kommen dann ab Mai bis Mitte Juni auf die Welt. Die Fledermausjungen sind nackt und blind (so wie das eben bei Mäusen so ist) und sind in etwa so groß wie eine Biene. 

Schon nach vier Wochen werden die Fledermausjungen "flügge". Wir können sie nun also im Juli bei ihren ersten Flugversuchen beobachten! Die frühe Abenddämmerung ist die ideale Zeit, um sie bei ihren schnellen Zick-Zack-Flügen zu sehen. Beliebte "Ausflugorte" sind Teiche, Flüsse und Straßenlaternen. Also überall dort, wo sich viele Fluginsekten befinden, ein Abendschmaus für die Zergfledermäuse. Aber mit Glück können wir sie auch in unseren Gärten und Obstwiesen entdecken auf ihrer Jagd nach Nachtfaltern etc. 

Viel futtern ist für die Zwergfeldermaus sehr wichtig. Sie kommt bis zum Herbst auf stattliche 7-9 gramm, um mit diesem Winterspeck den Winterschlaf zu überstehen. 


Und was können wir für die Kleinen tun? Zunächst wäre es schonmal sehr schön, wenn bei Hausrenovierungen und -sanierungen Löcher und Spalten (vor allem im Dachbodenbereich) nicht einfach verschlossen werden, denn dahinter könnten es sich Fledermäuse jeglicher Art gemütlich gemacht haben. Diese einzuschließen bedeutet für sie der sichere Tod. Schaut zunächst genau nach bzw. lasst einen Fledermausfachmann vorbeikommen, denn die Fledermäuse stehen schon seit langem unter strengem Naturschutz. Habt keine Angst vor Schauermärchen, dass Fledermäuse Menschen angreifen und sie vor Blutgier aussaugen würden. Fledermäuse haben eher Angst vor Menschen und würden die niemals was antun solange du deine Hand nicht nach ihnen ausstreckst. 

Du kannst auch neuen Wohnraum extra für Fledermäuse schaffen, in dem du Fledermauskästen baust. Denn soviel Wohnraum wie wir ihnen verwehren, sollten wir ihnen auch wieder zurückgeben. 


Am 28. August 2010 ist übrigens Europäische Fledermausnacht! 

Es gibt sicherlich auch in deiner Nähe Veranstaltungen an denen du teilnehmen und vieles über Fledermäuse erfahren kannst!


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