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Batiken

die Modeschöpfer von morgen

Ein bisschen Farbe in die derzeitige graue Schlechtwetterwelt bringen, war für die Ranger aus Bobenheim-Roxheim an diesem Treffen angesagt. Tagesprogramm für diesen Tag war eigene T-Shirts mit der Batikmethode zu kreieren.

Wir trafen uns im Gemeindehaus, unserer Schlechtwetteralterative zum Bauwagen, wie immer um 11 Uhr. Im Gegensatz zum kalten Wetter draußen, heizten wir richtig ein: Insgesamt 20 Liter Wasser brodelten nach kurzer Zeit auf dem Gaskochfeld in der Küche. Noch etwas Salz und Essig dazu und dann konnte es schon fast losgehen. Fehlte nur noch eine entscheidende Zutat um unser Vorhaben in die Tat umsetzen zu können: Färbemittel!

Während die Ranger versuchten jeden Zentimeter ihrer Kleidung unter den großen Malkitteln zu verbergen, trafen die Teamleiter die letzten Vorbereitungen und dann konnte es auch schon losgehen. Jeder schnappte sich ein noch schneeweißes T-Shirt, doch dabei sollte es nicht lange bleiben...

Insgesamt fünf Farbeimer standen zur Auswahl, natürlich überwiegend mit Naurfarben: Blattgrün, Erdbraun, Olivegrün, Hellgrün und als Blickfang Rosenrot. Doch bevor es ans Färben ging, wartete die eigentliche Arbeit auf uns, nämlich die späteren Muster vorzubereiten. Dabei waren der Kreativität der Ranger keine Grenzen gesetzt. Mit Schnur, Gummis und Draht banden sie einzelne Stoffpartien ab, falteten mehrere Lagen oder fixierten aufwendig gedrehte Spiralen, so dass sich nur die erwünschten Stellen färben würden. Und dann wurden die Kleidungsstücke im farbigem Wasser versenkt. Dabei blieben weder unsere Malkittel, noch die Tische, noch unsere Hände sauber. Nach wenigen Minuten hatten wir es geschafft, fast den gesamten Raum zu batiken. Aber zum Glück für alle Eltern, Ranger und Teamleiter ist die Farbe gut abwaschbar und so konnte der Spaß an der Sache ganz im Vordergrund stehen.

Nach 10-minütigem gespanntem Warten fischten wir die ersten Exemplare aus den Eimern, lösten Fäden und Gummis und betrachteten unsere Werke. Es waren wahre Kunststücke und jedes der 20 T-Shirts hatte sich definitiv einen Platz auf dem Wäscheständer verdient.

Nachdem uns zwei Mütter geholfen hatten die Stoffe auszuspülen, aufzuhängen und den Raum so gut es ging in seinen Ursprungszustand zurückzuversetzen, mussten alle Ranger ihre Shirts noch zurücklassen und sich noch eine Woche bis zum nächsten Treffen gedulden, um sie dann endlich anziehen zu können.

Die Zeit zwischen den Treffen nutzten die Teamer um die chicen Modestücke zu vollenden. Um sie als Rangerkleidung zu identifizieren, fehlte natürlich noch ein wichtiges Accesoire: Die Logoaufnäher des Teams, das einen großen Schwalbenschwanz zeigt, sollte nach einem seeeehr langen Nähabend auf der Brust eines jeden Rangers pranken.

Zum Glück erklärte sich eine Ranger-Teamer-Mama bereit, mit Rat und Tat bei den ersten Versuchen zur Seite zu stehen. Was am Anfang noch sehr unkoordiniert und fast hoffnungslos aussah, entwickelte sich schnell zu einer millimetergenauen Massenproduktion. Und so waren alle T-Shirts bis zum nächsten Samstag bereit um ausgehändigt zu werden.