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Upcycling

SNR-Team Bobenheim-Roxheim macht beim Benefizwochenende des Sozialvereins Kunterbunt vergessene Schallplatten wieder wohnzimmertauglich

Vom SNR Bobenheim-Roxheim halfen 12 Ranger und die Teamleiter Jana und Lukas beim Designen der Schallplatten.

 

+++ Donnerstag, 12. April 2018: Wal stirbt an verschlucktem Müll - 29 Kilogramm Plastik im Magen +++

Mit diesem Zitat einer einschlägigen Nachrichtenwebsite machten wir die Besucher unseres Standes auf die bedrohliche Verschmutzung unseres Planeten aufmerksam. Und es war eine ganze Menge an Besuchern, denn der Sozialverein Kunterbunt ev. feierte an diesem Wochenende (11./12.08.) sein 20 jähriges Bestehen. Über 800 Interessierte jeden Alters bestaunten Tanzeinlagen, lauschten der Livemusik, aßen und tranken gemeinsam und sammelten bei uns Ideen, wie sich unnötiger Müll vermeiden lässt. Und wenn man sich vorstellt, dass das Gewicht unserer mitgebrachten 29kg schweren Langhantel in Form von (Mikro-)Plastikteilen den Magen der riesigen Meeressäugetieren verstopft und schon längst auch in unsere Nahrungskette gelangt ist, dann ist es höchste Zeit ein Zeichen dagegen zu setzen, befanden einige von ihnen.

Auch selbst von dieser Überzeugung geleitet, zeigten wir am Benefiz-Wochenende wie es auch anders geht:

Aus gebrauchten Dingen, die im Keller vor sich hinstauben und über kurz oder lang in Müllverbrennungsanlagen vernichtet werden, lassen sich oft noch - mit ein wenig Kreativität - ganz neue, sinnvolle Dinge schaffen. Wir nennen das "Upcycling", wie recyclen, bloß cooler. Dazu haben wir viele Menschen inspirieren können. Und das mit Materialien, die fast jeder zu Hause hat. Auf einer Bohrmaschine befestigten wir eine Schallplatte und gaben etwas Farbe darauf. Durch die schnellen Umdrehungen wurde die Farbe nach außen weggeschleudert und es ergaben sich bunte Muster, von denen keines wie das andere war.

Über 50 Schallplatten konnten so zu wahren Kunststücken werden und sich damit wieder einen Platz im Wohnzimmer verdienen.

Wir hoffen, mit dieser Aktion vielen Menschen ein großes Problem unserer Generation und der nächsten vor Augen geführt zu haben und gleichzeitig mit der Gestaltung von Tonträgern aus vergangenen Generationen einen kleinen Beitrag für mehr "Recycling-Kreativität" im eigenen Haus geleistet zu haben.