14.10. "Is der giftig?"

Expedition nach Schlumpfhausen

 

 

Am Samstag, den 14.10., trafen sich alle nicht verreisten Ranger zu einer außergewöhnlichen Ferienaktion. Die gespannte Vorfreude mischte sich mit einem kleinen bisschen Nervosität, denn es stand ein Ausflug in die Tiefen des Pfälzer Waldes bevor, um Lebewesen kennen zu lernen, die potenziell hochgiftig und lebensgefährlich sein können. Doch mit einer fachkundigen Mutter an unserer Seite wussten wir uns in sicheren Händen. Schon kurz nach der Autobahnabfahrt schlängelte sich unser Weg vorbei an kleinen Weindörfern und dampfenden Tälern bis zu einer gut versteckten Hütte an der wir, ausgerüstet mit Bestimmungsbüchern und geflochtenen Körbchen unsere Suche starteten. Vereinzelte Sonnenstrahlen tauchten die Blätter am Boden in ein magisches Wechselspiel aus Licht und Schatten. Was wunderschön anzusehen war, erschwerte uns die Arbeit. Und doch brachen an manchen Stellen unübersehbar die Schirme der gesuchten Objekte durch die Dichte Blätterschicht. Weder Tier noch Pflanze bekamen wir da zu Gesicht, sondern: Pilze! Eifrig sammelten wir alle Arten, die wir finden konnten. Am interessantesten waren für uns die Explosionspilze, die bei einem vorsichtigen Schlag eine dunkle Wolke in die Luft stießen. Dieser Pilz stellte sich bei genauer Betrachtung als Flaschenstäubling heraus, der in einem jüngeren Stadium sogar essbar ist. Satt machen kann auch der Parasol, ein Pilz, der tellergroß werden kann und trotz der Warzen auf seiner Oberfläche genießbar ist. Den krönenden Abschluss bildete der Fund von 3 Steinpilzen am Fuße eines morschen Baumstamms. Zwar waren diese Exemplare schon von anderen Waldbewohnern entdeckt und angeknabbert worden aber voller Stolz legten wir sie zu unseren anderen Funden. Am Ende ist es uns gelungen 10 unterschiedliche Arten zu identifizieren und so fuhren wir gegen Nachmittag mit einem Kofferraum gefüllt mit der wertvollen Fracht nach Hause und freuen uns schon jetzt auf die Zubereitung der getrockneten Delikatessen am nächsten Samstag.