Lepidoptera

Welches Tier ist mit diesem Harry-Potter-Zauberspruch-Wort gemeint?

Jeden zweiten Samstag macht sich eine Truppe von etwa 15 Rangern durch die schmalen Straßen von Bobenheim-Roxheim auf den Weg zum Nonnenhof. Die Fahrräder holpern über die Feldwege, die entlang von Weihern, Feldern und Wiesen führen. Alle haben sie ein gemeinsames Ziel: den überdimensional großen Schwalbenschwanz, der an unserem Bauwagen prangt und lebendig seine Flügel auf- und zuklappt, sobald die schwere Metalltür bewegt wird.

Doch was hat es mit unserem Logotier auf sich?

Welche Besonderheiten vereinen alle Schmetterlinge?

Was können wir tun, um in Zukunft auch echte Schwalbenschwänze auf unserem Grundstück bewundern zu können?

Wir haben uns für die nächste Zeit das Ziel gesetzt, diese empfindlichen Tiere besser kennenzulernen. Dank der kleinen Kunstwerke, die jedes Exemplar auf seinem Rücken trägt, fällt es uns nicht schwer, gleich beim ersten Treffen mit dem Thema: „Was flattert da?“ knapp ein Dutzend Schmetterlinge zu bestimmen und uns ihr Aussehen und ihren Namen einzuprägen. Aus der Sammlung der Familie Adam bekamen wir sogar einige heimische Arten geliehen und können sie so von allen Seiten und ganz in Ruhe betrachten. Vorteile, die uns weder ein hektisch umherfliegendes lebendiges Tier, noch ein Bestimmungsbuch bieten kann.

Nach kurzer Zeit bemerken wir, dass meisten Arten nach ihrem Aussehen benannt sind. Wer also schon einmal „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ gesehen hat, kann sich auch sehr gut vorstellen, welche Muster die Flügel des „Landkärtchens“ und des „Totenkopfschwärmers“ zieren.

Etwas komplizierter wird es beim Aurorafalter. Doch inspiriert von Frank Lehmann, können wir uns auch hier eine  passende Eselsbrücke bauen. Denn die Verbindung des orange leuchtenden Flecks am Flügelrand zu Aurora, der griechischen Göttin der Morgenröte, ist nicht weit hergeholt.

Um den kennengelernten Arten auch eine Heimat auf unserem Grundstück anbieten zu können, machen wir uns gleich danach daran, unseren Schmetterlingshügel zu erweitern. Eine Stunde später umfassen große Sandsteine das auf 2 Etagen angelegte Beet, in dem wir Kugeldisteln, Steinkraut, Alpenaster und die Schmetterlingspflanze schlechthin, Flieder, anpflanzen. Das gesamte Pflanzensortiment im Wert von 90 Euro ist eine Sachspende des Gartencenters „Dehner“.