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Das ist im zweiten Halbjahr 2019 passiert:

Das Team Bobenheim-Roxheim widmete sich mehrere Wochen umfassend dem blauen Element

August und September

Die Sielmanns Natur-Ranger Bobenheim-Roxheim konnten in diesem Monat ihre Treffen auf ihrem Grundstück am Ortsrand stattfinden lassen, wo die alten Apfelbaumsorten Schatten spenden und wo rund um die Bienennistwand die Wildbienen summen.

Das Thema der sommerlichen Treffen war „Wasser“. Nur wenige Meter entfernt liegt ein Baggerweiher, an dem Wasserproben entnommen wurden und auf PH-Wert, Chemikalieneintrag und Nährstoffkonzentration untersucht wurden. Zum Vergleich wurden außerdem weitere Experimente mit weiteren Produkten, wie Seifenlauge, Shampoo und Zitronenwasser gemacht.

Beim nächsten Treffen lernten die jungen Menschen, wie Chemikalien in den Boden, das Grundwasser und die lokalen Seen und Flüsse gelangen kann. Dazu bauten sie eigenständig einen Versuch auf, bei dem durch einen Trichter gefärbtes Wasser durch mehrere Schichten Erde eindrang. Außerdem konnte so die Säuberungswirkung der Bodenschichten nachgewiesen werden. Das Wasser, das mit Tinte gefärbt wurde, verlor beim Durchsickern durch die Erde seine blaue Farbe fasst vollkommen.

Die Sielmanns Natur-Ranger widmeten sich als nächstes der Frage, warum der Rhein ganz Westdeutschland fast wie eine mit dem Lineal gezogene Linie durchtrennt. Dass das verwunderlich ist, fanden die Kinder und Jugendlichen heraus, indem sie Wasser einen Abhang hinunterlaufen ließen. Sie simulierten damit die Strömung von Flüssen, die immer abwärtsführt, um Hindernisse herum fließt und dabei keineswegs eine gerade Strecke zurücklegt. So kamen wir auf das Thema der Rheinbegradigung zu besprechen, analysierten wirtschaftliche Vor- und ökologische Nachteile. Von besonderer Relevanz ist das Thema in der Pfalz, da der eingemauerte Fluss jedem Kind bekannt ist und außerdem Schiffe, die diesen Transportweg nutzen, das bedeutendste Verkehrsmittel des weltgrößten Chemiekonzerns BASF SE sind, dessen größtes Werk sich in unmittelbarer Nähe Bobenheim-Roxheims befindet.

 

Oktober, November

Die letzten Treffen im Jahr 2019 begleiteten die beiden neuen Teamleiter Manuel Hettmannsperger und Ann-Kathrin Köhler übergangsweise, da Lukas Hettmannsperger nach einem Auslandsaufenthalt ein Praktikum im Bereich „Bildung für nachhaltige Ent-wicklung“ bei der UNESCO absolvierte.

Ann-Kathrin Köhler und Manuel Hettmannsperger führten das Thema „Wasser“ fort und vermittelten Einblicke in aktuelle und globale Zusammenhänge. Auf Basis der wissenschaftlichen Befunde zum anthropogenen Treibhauseffekt beschäftigten sich die Sielmanns Natur-Ranger mit dem Abschmelzen von Gletscherlandschaften. Ein Schwerpunkt wurde dabei auf die Regionen nördlich des Polarkreises gelegt, da dort die Auswirkungen der Erderhitzung am drastischsten erfahrbar sind. Mit einem kindgerechten Film führten die Teamleiter in das Thema ein und beleuchteten dabei vor allem die Situation bedrohter Tierarten durch rapide klimatische Veränderungen. Darüber hinaus wurden gemeinsam Rückschlüsse auf das regionale Wirtschaften und den alltäglichen Konsum gezogen und Verbesserungspotenziale erschlossen.

Als Konsequenz wurden die Sielmanns Natur-Ranger selbst aktiv. In Kooperation mit der örtlichen Kirchengemeinde boten sie die „Gute Schokolade“ zum Verkauf an und unterstützten so ein Projekt zur Wiederaufforstung. An der Sinnhaftigkeit dieser Aktion besteht kein Zweifel, da die unterstützte Organisation alle Kriterien an Transparenz und Gemeinnützlichkeit erfüllt. Bäume gelten als das effektivste Mittel, um die hohe Kohlenstoffdioxidbelastung der Atmosphäre zu reduzieren.

 

 

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